Siglind Bruhn
 
Olivier Messiaen, Troubadour
  Liebesverständnis und musikalische Symbolik in Poèmes pour Mi,
Chants de terre et de ciel, Trois petites Liturgies de la présence divine,
Harawi, Turangalîla-Sinfonie und Cinq Rechants

  
      Olivier Messiaens künstlerisches Suchen kreiste wesentlich um die “Farben” und Rhythmen der Musik; in ihnen glaubte er seine Gedanken über die Zeit, seine Liebe zu Gott und seine Begeisterung für den Vogelgesang am besten vermitteln zu können. Ein weiteres Thema, das ihn beschäftigte, ist die schicksalhafte Liebe und ihre Beziehung zum Tod einerseits und zur Gottesliebe andererseits. In den Jahren 1936-1948 komponierte Messiaen fünf Zyklen von Vokalmusik auf eigene Texte sowie die Turangalîla-Sinfonie, das monumentale Kernstück seiner “Tristan-Trilogie”.
      Dieses Buch bietet eine eingehende Analyse und Interpretation der sechs Werke über die Liebe, unter besonderer Berücksichtigung ihres ungewöhnlichen Reichtums an sprachlichen, klanglichen und visuellen Farben und Bildern. Der Zauber des Regenbogens, die Magie exotischer Laute, die Fantastik surrealistischer Darstellungen und die großartige Unabwendbarkeit des Schicksals in Mythen verschiedener Zeiten und Kulturen prägen Messiaens Texte ebenso wie seine eigenwillige, höchst symbolträchtige Musiksprache und schlagen immer wieder den Bogen zwischen dieser und einer anderen Welt

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